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Ersatz-und Hilfskrankenhäuser
Geschichte und Geschichten von Krankenhausbunkern

Katharinenhospital
Der Gemeinderat der Stadt beschloss am 15. Oktober 1940, dass die Bunker mit einer Heizung versehen werden sollten.
Als Vorsichtsmaßnahme wurden alle Patienten immer abends in den Bettenbunker gebracht. Zu Beginn der schweren Juli Angriffe am 25. Juli 1944,  wurde auch das Katharinenhospital schwer getroffen. Dabei wurden beim Bettenbunker zwei von drei Ausgängen verschüttet. Sie waren durch herabstürzende Trümmer versperrt. Vor dem dritten Eingang lag ein Blindgänger, der jederzeit in die Luft gehen konnte. Dennoch gab es an diesem Ausgang einen regen Verkehr durch Kranke und Verwundete. Über den Blindgänger wurde einfach drüber weggestiegen. Es gelang, alle Patienten aus dem Bunker zu befreien und sie  wurden in Ersatzkrankenhäuser untergebracht wie z.B. Stetten.
Nach Kriegsende gab es im OP Bunker immerhin Platz für 22 Betten und Platz für eine Ambulanz.

Diakonissenkrankenhaus/Wilhelmhosital
Bei den Juli Angriffen 1944 wurde auch das Diakonissenkrankenhaus und das Wilhelmhospital endgültig zerstört. Nur noch wenige Räume waren bewohnbar und es gab kein Wasser und Strom mehr. Das Paulinenhospital wurde nach Sebastiansweiler verlagert, die chirurgische Abteilung nach Weilimdorf in die Wolfbuschschule, wo die Schutzräume für den Krankenhausbetrieb hergerichtet wurden. Am 19. Oktober wurde auch dies durch Bombentreffer schwer mitgenommen und wurden wieder einigermaßen behoben. Bei den schweren Angriffen am 28. Januar 1945 auf Weilimdorf wurde das verlagerte Wilhelmspital wieder stark getroffen. Die Turnhalle brannte ab. Größeres Unglück konnte dadurch verhindert werden, dass die Diakonissenschwestern eine Backsteinwand gegen das Feuer errichteten. So konnte das Hauptgebäude erhalten werden.

Städtische Frauenklinik
Um den Klinikabkauf nicht zu stören, beschloss der Gemeinderat am 23. April 1944, dass nur noch Nottaufen in der Klinik vorgenommen werden dürfen.
Der Leiter der Städtischen Frauenklinik stellte 1943 fest, dass ein Vorfallen der Gebärmutter sich um 100 Prozent erhöht hatte. Die Ursache sind das sah er beim schwere Tragen an den Arbeitsplätzen und dem Arbeiten an den Pionierstollen.

Karl-Olga Krankenhaus
Das Krankenhaus wurde bereits 1869 gegründet und wurde von Diakonissen geführt.  Im 1. Weltkrieg war es von den Militärs beschlagnahmt worden, was auch zu Beginn des 2. Weltkrieges erfolgte. Das Krankenhaus stand der Zivilbevölkerung nur eingeschränkt zur Verfügung und atte eine Gesamtkapazität von 320 Betten. Es gab keinen speziellen Bunker für das Krankenhaus. Patienten wurden bei Alarm in dafür hergerichtete Luftschutzräume im Keller gebracht. Im Zuge des Angriffes vom Oktober 1944 wurde das Gebäude schwer beschädigt. Die Patienten wurden hauptsächlich nach Sebastiansweiler verlagert. Trotzdem konnte der Betrieb teilweise aufrecht erhalten werden. Die Zerstörung war der Anlass, über einen Stollen für das Krankenhaus zu fordern. Dieser wurde ab November 1944 als Tiefstollen gebaut. Vom Keller gab es einen Treppenabgang zum  Pi Stollens 240.

Bethesda Krankenhaus/Albrecht-Krankenhaus...


Marienhospital...


Robert Bosch Krankenhaus 

wurde am 12. April 1940 übergeben. In diesem Krankenhaus waren vor allem "Braune Schwester" aber auch eine kleine Anzahl von Diakonissen. Diakonissen, welche in diesem Krankenhaus ihren Dienst verrichteten, berichten, dass sie bei Luftalarm nicht in die Schutzräume im Gegensatz zu den "braunen" Schwestern durften. Sie mussten bei den Kranken bleiben. In diesem Krankenhaus wurden vor allem jüdische Mitbürger und Fremdarbeiter behandelt. Die Behandlung dieser Personengruppen wurde von den anderen Krankenhäuser abgelehnt.



Wilhelm Hospital vor der Zerstörung 1944



Die Wolfbuschschule die als Ausweichsquartier für das Wilhelmshopital 1944 diente. Sie ist in Flecktarn gestrichen.


Die ehemalige Frauenklinik, heute Gesundheitsamt


Robert-Bosch Krankenhaus