Kontakt  |  Impressum  |     Suchen
 










Eine Plakette vom RLB dass Bühne entrümpelt wurde
Chronologie über den Stuttgarter Luftschutz von 1933 -1945

Im Herbst 1932 gründete der Deutsche-Luftschutzverband in Stuttgart eine Ortsgruppe. Im April 1933 wurde diese Organisation in den neu gegründeten Reichsluftschutzbund übernommen. 
Der Reichsluftschutzbund hält ab September 1933 Vorträge über den Luftschutz in Stuttgart.
Der SA Gruppenführer Ludin meldet sämtliche Angehörige der SA-Reserve die älter als 45 Jahre waren dem Polizeipräsidenten für den zivilen Luftschutz

12. September 1933 Die Baupolizei richtet eine Beratungsstelle für Luftschutzbauten ("Luftschutzschule") im 1. Stock der Markthalle ein.

12. Oktober 1933 Im Rahmen einer Luftschutzwerbewoche wird im Eberhard-Ludwig-Gymnasium durch den RLB (Reichsluftschutzbund) demonstriert, wie Atemschutzgeräte anzuwenden und Phosphor - oder Brandbomben zu löschen sind.

15. Januar 1934 Ein knappes Jahr nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erging ein Erlass des Luftfahrtministeriums, dass die Behördenleiter unter den ältern Bediensteten  Selbstschutzleute bestimmen mussten. Wenige Monate später wurde dies auf die Kirchen ausgeweitet. Dies alles geschah unter strenger Geheimhaltung.

Am 24. Mai 1934  findet die erste größere Luftschutzübung beim Eberhard-Ludwig-Gymnasium statt.
Am 3. November 1934 veröffentlicht das Amtsblatt den Termin von einer kostenlosen Vorlesung, auch für Laien verständlich, über die „Toxikologie der Kampfstoffe“.
Januar 1935 Auf dem Killesberggelände führt das "Institut für Schall und Wärmeforschung"der TH Stuttgart bis 1938 in einem Gebäude Versuche mit Luftschutzsirenen durch.

24.-26. Mai 1935 Der RLB veranstaltete  eine Übung für seine Mitglieder mit dem Thema Löscharbeiten und Behandlung von Verletzten.

5. Januar 1935 Die Stuttgarter Bevölkerung wird auf  den Luftschutz weiter vorbereitet mit  einer Ausstellung die durch Gauleiter Murr eröffnet wurde. Im Mittelpunkt stehen Brandbomben, Giftstoffe und Möglichkeiten des Selbstschutzes.  

26. Juni 1935  Mit der Veröffentlichung des Luftschutzgesetzes wurden die geheimen Vorbereitungen publik gemacht. In der Stadt werden daraufhin hohe rote Blechbomben auf hölzernen Sockeln mit der Aufschrift „Luftschutz tut not“ aufgestellt, die zum Bau von Luftschutzräumen und zur Entrümpelung des Dachbodens aufrufen. Durch das Luftschutzgesetz war die Stadt verpflichtet in öffentliche Gebäude Luftschutzvorrichtungen einzubauen.

Am 28. Mai 1936  gab es die 1. Verdunklungsübung und am

19. November 1936 die erste Luftschutzübung in ganz Stuttgart. Dabei mussten die Menschen ihre Keller aufsuchen.

Ab 1937 wurden Volksgasmasken verkauft. Das Stück kostete 5 RM. Sozial Schwache bekamen sie für 50 Rpf. Bis Ende 1940 wurden in Stuttgart 248.000 verkauft. Die Schutzwirkung des Filters reichte für 20 Minuten. Es erschienen dazu Abbildungen der Volksschutzgasmasken in der Tagespresse und die Aufforderung diese zu kaufen. Die Maske war bei der Bevölkerung nicht sehr begehrt. Das Jahr 1937 war gezeichnet von militärische und halbmilitärische Übungen. Die Luftschutzhelfer, meistens Frauen, absolvierten ihre Lehrgänge mit unterschiedlichem Erfolg.
Ab Mai 1937 mussten nach der dritten Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz die Dachböden und andere brandgefährdeten Bauteile von allem brennbaren befreit werden.

weiter...Oktober 1937 - März 1940

weiter      mit 30. Juni 1940 - Sept.1941

weiter    mit Oktober 1941- Kriegsende

                                                                                                         

 



Zeichen des Reichluftschutzbundes



Werbung für den Luftschutz vor dem Bahnhof 193