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Drahtfunk



Die Leitung für den Drahtfunk über die Isolatoren entlang dem Stollenzugang



Wassertrog zum Waschen
Pi 27-77 Kantstraße, Stuttgart West
Ein Doppelstollen, der die unterschiedlichen Bauweisen direkt im Vergleich veranschaulicht. Ein Teil gebaut in vorbildlicher Ausstattung in Rundstelenbauweise, die Betonstelen sind weiß gestrichen -  direkt im Anschluss der andere Teil, Pi 27, in Flachstelenbauweise in einer etwas schlampigen Ausführung.

 

Technische Daten

Schutzplätze
350
Zustand begehbar
Ausführung Beton, teilweise verfüllt
Baujahr
1944
Grundfläche
335 m²
Gesamtlänge
182 m
Besonderheiten:                 Doppelstollen




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Geschichten vom Pi 27-77

 

Aus der Bauzeit
Der Aushub des Stollens wurde am östlichen Rand der Kantstraße abgelagert und bildete dort einen langen Wall. Die Bebauung der Kantstraße war damals nach Gebäude 7 durch die Gärtnerei Widmann unterbrochen. Frauen brachten den Ausbruch mit Eimern aus dem Stollen. Dort wurde die Erde in Loren gekippt und zum Ende des aufgeschütteten Walls gebracht. Nach Inbetriebnahme des Stollens bauten sich die Kinder der beteiligten Mütter einen Unterstand am Ende des Walls, der mit Wellblech und Erde abgedeckt war. Dort hielten sich die Kinder in der Zeit von einem Voralarm bis zum Luftalarm auf. H.P.Dierstein


Stollenausweis  für  Pi 77

Aus der Nachkrigszeit
Der Zugang des Stollen (PI 27) am Schweglerweg unmittelbar neben den Treppen wurde bei den Kindern als "Bunkerberg" bezeichnet. Er war ein beliebter Spielplatz für die Kinder in der Nachkriegszeit. Anstatt die Treppen zu nehmen rutschten viele auf ihrem Hosenboden den Hang hinunter. Das verwunschene Gelände wurde zum Versteckspiel genutzt. Hier wurden auch die ersten Zigaretten aus getrocknetem Laub, eingedreht in Zeitungspapier, geraucht.