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Abwasserkanäle als Schutz vor Bomben

Der Mangel an geigneten Schutzräumen für die Öffentlichkeit, ließ der Verwaltung bei der Suche nichts unversucht. Neben bestehenden Tunnels bestand die Möglichkeit die Kanalisation dafür heranzuziehen. Bei einem aktiven Entwässerungskanal ist ein gefahrloses Begehen nicht zu jeder Zeit möglich, da Regenfälle dieses sofort unbrauchbar machen. Alte, nicht mehr benutzte Kanäle sind dafür aber geeignet. Das Stuttgarter Kanalnetz bot dazu aber keine große Möglichkeiten, da es in der Schwabenmetropole nur wenig Unnötiges gibt. Ein großer Unsicherheitsfaktor war dann aber die Witterung. Bei einem Regen werden die Kanäle blitzartig gefüllt und sind daher lebensgefährlich.Aktive Kanäle sind daher nicht unbedingt als Schutzraum geeignet.

Eine der wenigen ausgemusterten Kanäle die auch heute noch existieren in Stuttgart, ist die Dole unter dem Schlossplatz. Sie diente zur Entwässerung des Wassergrabens für das Alte Schloß. Die Wassergräben  um das alte Schloß wurden im 18. Jahrhundert entfernt. Dieser alte gemauerte Kanal hatte eine ausreichende Größe und war teilweise noch vorhanden. Dieser Kanal war bei Bauarbeiten auf dem Schlossplatz am 11, September 1938 wieder entdeckt worden.
1940  wurden Zugänge an diesem Kanal an der  Ost- und Westseite des Neuen Schlosses erstellt. Der Kanal wurde durch Backsteinmauern in 9 Sektionen unterteilt. Ein weiterer Zugang bestand vom Ostflügel des Stollens. Die konische Bodenform wurden zur besseren Begehung eingeebnet und das Bauwerk erhielt eine Belüftungsanlage. Technische Gegenstände sind heute nicht mehr vor Ort.

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In der Dole


Polizeigeneral Schweinle empfängt die Stuttgarter Ratsherrn in der Dole beim Neuen Schloss und informiert über die Lage des Luftschutzes