Kontakt  |  Impressum  |     Suchen
 
Bau von Bunkern im Werk von Daimler, in Untertürkheim

 
Die Firma Daimler erstellte auf Ihrem Werksgelände in Untertürkheim  einen Hochbunker für 800 Personen (BW 602). Zusätzlich wurden im gesamten Werksgelände mehrere kleine Bunker mit einem Fassungsvermögen von 50 Personen gebaut (siehe Bild oben).
Werkluftschutz

 

Ein bedeutender Teil des zivilen Luftschutzes war die Sparte des Werkluftschutzes. Dieser hatte zur Aufgabe, die durch Luftangriffe zu erwartende Schäden und die damit zu erwartenden Produktionsausfälle so gering wie möglich zu halten. Die gesetzliche Verpflichtung dazu ergab sich aus dem Luftschutzgesetz. Die Durchführung im Einzelnen wurden den Betrieben in Selbstverwaltung überlassen. Den wirkungsvollsten Schutz bot zweifelsohne ein Luftschutzstollen. Diese wurden ab 1933 allerdings nur in Gegenden mit Bergbau geplant. Die meisten Schutzbauwerke für die Betriebe wurden in geschützten Kellerbereichen auf dem Werksgelände vorgenommen. Damit sollten auch kurze Wege gewährleistet werden, damit so wenig Arbeitszeit wie möglich bei einem Angriff verloren ging.  Die zentrale Aufgabe des baulichen Werkluftschutz war die Erhaltung der industriellen Produktion und die Sicherstellung der Versorgung, sowohl der kämpfenden Truppe als auch der Bevölkerung. Nachschub und Versorgung waren die erste Vorraussetzung für eine erfolgreiche Landesverteidigung. Die Betriebe wurden bereits 1937/38 durch das Luftschutzgesetz dazu verpflichtet, eine entsprechende Organisation und Ausbildung in ihrem Bereich aufzubauen. Auch die baulichen Voraussetzungen mussten dafür geschaffen werden. Dies geschah meist in Kellerräumen. Ganz selten wurden dafür Stollen gegraben. Dies geschah erst mit der Zunahme der Luftangriffe. Vor allem die Amerikaner versuchten  deutsche Schlüsselindustrien und die Energieversorgung zu zerstören. Dies gelang aber erst gegen Ende des Krieges.

(Das Bild oben stammt aus dem BW 51 Killesberg, wo eine Stabsstelle eingerichtet war)


Beschriftung in einem Stollen für die Einsatzkräfte des Werkluftschutzes für die Firma Mahle.

Bosch Werkluftschutz
Die Zentrale des Bosch Werkluft-schutzleitung war in den Kellerräumen des Littmanschen Baues in der Bregenzer Straße untergebracht. Die interne Bosch Bezeichnung für dieses Bauwerk "Block Nr. 3 Bau F 60 Geb.Nr.1". Neben 8 separaten Luftschutzräumen waren dort auch Räume für die Kampfstoffuntersu-chungsstelle untergebracht. Im Januar 1941 stellte die Firma Bosch einen Bauantrag für einen Verbindungsstollen vom Keller dieses Gebäudes zum städtischen Stollen in der Werner Straße, der unter der Nummer Pi 277 geführt wurde.


Werkluftschutzgruppenleiter mit Kollegen einer Druckerei hinter einer provisorischen Wand aus Papierstapeln