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Werbung für den RLB



Eine Serie von Briefmarken mit unterschiedlichen Werten trugen zum Bekanntheitsgrad der Organisation bei.
Geschichte des Luftschutzes während der NS Zeit

Betrachtet man die Geschichte des zivilen Luftschutzbaus, so geht diese fast einher mit der Geschichte des Bombenkriegs. Waren Bombenangriffe im Ersten Weltkrieg noch eher selten und ohne nennenswerte Wirkung, so war doch schon bald klar, dass bei kommenden Konflikten Bomben eine wesentlich größere und gefährlicher Rolle spielen würden.

Im Jahr 1925 stellte das Reichswehrministerium unter Otto Geßler (Bild links)  erste Richtlinien zur Organisation des Reichsluftschutzes auf, worauf allerdings erst 1931 auf Befehl des Reichsinnenminister mit der Umsetzung begonnen wurde. Es gründeten sich einige private Vereine, die sich mit dem Thema Luftschutz befassten. Mit Gründung des Reichsluftschutzbundes (RLB) im Jahr 1933 wurden alle Vereine unter dem Dach des RLB vereint. Vom RLB wurden Richtlinien für den Bau von Luftschutzräumen herausgegeben, welche im späteren Verlauf des Krieges immer wieder verändert und ergänzt wurden. Am 4. Mai 1937 erschien zum Beispiel die Dritte Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz vom 30. Juni 1936, welche am 1. September 1937 in Kraft trat. Diese Verordnung befasst sich mit der Senkung der Brandgefahr durch Entrümpelung. Insgesamt gab es von 1937 bis 1942 12 Durchführungsverordnungen. Der RLB war zuständig für die Schulungen von ehrenamtlichen Luftschutzwarten, die Luftschutz-Gemeinschaften in Häuserblocks vorstanden. Nach Einführung der Luftschutzpflicht 1935 hatten sich weite Kreise der Bevölkerung einer Dienst- und Sachleistungspflicht zu unterziehen. Bis 1939 wuchs der RLB auf über 13,5 Millionen Mitglieder an. Sein Auf- und Ausbau war mit einer aufwendigen Propaganda unter dem Motto "Luftschutz tut not" verbunden. Mit Plakaten, Werbe- und Schulungsmaterialien sowie öffentlichen Vorführungen und Lehrgängen sollte die Bevölkerung auf einen künftigen Krieg eingestimmt werden und lernen, sich vor Luftangriffen zu schützen. Bereits 1934 waren alle deutschen Städte nach dem Grad ihrer Luftschutzgefärdung eingeteilt worden. Dafür gab es 3 Stufen. Die Städte mit kriegswichtiger Industrie waren alle in der Stufe I. Ordnung. darunter Stuttgart und weitere 62 Städte. Dabei war nicht die Bevölkerung ausschlaggebend sondern alleinig der Wert der Industrie. In Baden Württemberg gab es nur zwei Städte die in der Kategorie 1 eingeordnet wurden - Mannheim und Stuttgart.

Der zivile Schutzraumbau im großen Stil fand seinen Beginn mit dem Führer Soforterlass vom 10. Oktober 1940. 1941 wurde dann verfügt, dass in Kellern von Wohnblocks als Fluchtweg Durchbrüche zum Keller des Nachbargebäudes geschaffen werden müssen.

... Geschichte des Luftschutzes
... Luftangriffe auf Stuttgart
... Schutzraumbau in Stuttgart

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Göhring war der oberste Leiter des Luftschutzes



Schon Kinder wurden auf den Luftschutz mit Webemaßnahmen herangeführt. In Apothken gab es Sammelbilder mit kindgerechten Motiven, die in einem Sammelbuch eingeklebt werden konnten

Bastelbogen wie ein korrekter Luftschutzkeller aussehen soll