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Not macht erfinderisch - Umarbeitung von Kriegsschrott zu Gebrauchsgegenstände
Durch die Zerstörung vieler Häuser und damit aller Haushaltsgegenstände, und den Millionen von Flüchtlingen, die ebenfalls keine Haushaltsgegenstände mehr hatten, war nach dem Krieg ein riesiger Bedarf an diesen Gegnständen vorhanden. Die Wirtschaft war voll auf Kriegsproduktion eingestellt und es gab keine Rohstoffe. Deshalb griff man auf die Reste der Kriegsproduktion, dem Kriegsschrott,  als Rohstoff zurück. Es gab dazu verschiederne Varianten: Material konnte durch durch gerigne Umarbeiten zu Haushaltsgegenständen direkt eingesetzt werden oder es wurden Teile eines Kriegsproduktes integriert in ein neues Zivilprodukt. So wurde bei einem Koppel nur die Zeichen des Nationalsozialsmus beseitigt und konnten dann weiter benutzt werden, Uniformen dienten als Material für neue Kleidungsstücke, diese wurden zerlegt und daraus ein neues Teil erstellt. Die Not Material für eine zivile Produktion zu finden ging sogar soweit, dass als Verpackungsmaterial für das Scheuerpulver ATA von Henkel die Hülsen der Eierhandgranate verwendet wurden.
Zu diesem Thema hat der Verein eine Sonderausstellung 2016 durchgeführt, mit vielen Leihgaben von privater Seite und vom Haus der Geschichte. Ein kleiner Teil von den Exponaten sind heute noch im "Spitzbunker" im Berich des Marktpltzbunkers zu sehen. Dieser Bunker kann ebenfalls zu den verwerteten Kriegsgegenständen gesehen werden.

Eine ehemalige Glasmine eingesetzt als Aufbewahrungs-
behältnis