Der Bunker diente hauptsächlich den Reisenden, damit diese in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes eine Zufluchtsstätte bei Luftalarm hatten. Polizeipräsident Schweinle beauftragte 1940 die Stadt mit der Erstellung des Bunkers. Eine weitere Planungsvariante gab es im Schloßgarten mit einer direkten Anbindung an die Bahnhofshalle. Das Hochbauamt entschied sich für den Bau eines Tiefbunkers unter dem Hindenburgplatz, der nach dem Krieg als Unterführung dienen sollte. Am 8. Oktober 1943 erhielt das Bauwerk in unmittelbarer Umgebung einen Treffer und wurde dabei beschädigt. Bei diesem Angriff kamen 36 Schutzsuchende zu Tode. Sie starben teils durch direkte Bombeneinwirkung, oder sind ertrunken. Die Bombe hatte den großen Regenwasserkanal diirkt neben dem Bunker am Bahnhofsplatz beschädigt, dessen Wasser sich in den beschädigten Bunker ergoß. Der Bunker wurde noch während des Krieges wieder instandgesetzt.

Der Abgang zu diesem Bunker am Hindenburgbau nach dem Krieg
Nach dem Krieg diente die Räumlichkeit nach einem Beschluss der Militärregierung vom 23. Januar 1947 als Truppenfilmtheater für die Amerikaner. Es gab aber auch Filmvorstellungen für die Deutschen. Der Querriegel wurde als Unterführung zum Eingang des Bahnhofs benutzt von Menschen, die den Hindenburgplatz von der Königstraße kommend querten. Das unterirdische Kino wurde von der Familie Greiner, die ein Lokal im Hindenburg betrieben, als Bierlokal gepachtet. Es war die sogenannte "Schwemme", in welchem die Berufstätigen nach Feierabend gerne noch ein schnelles Bier zu sich nahmen.
Mit dem Bau der U-Bahn 1965 wurde der Hindenburgplatz unterirdisch komplett umgestaltet. Es wurde ein Einkaufszentrum in den Untergrund gebaut. Es erfolgte damit auch eine Namensänderung. Der Platz wurde nach dem ersten Nachkriegsbürgermeister Arnulf Klett benannt. 2011 wrde auch der Name des angrenzenden Hindenburgbau aus dem Sprachgebrauch verbannt.