Kontakt  |  Impressum  |     Suchen
 
Geschichte und Geschichten, Leonhardsbunker

 Am 31. März 1941 wurde der Bunker als baufertig gemeldet. Er hatte damit eine Bauzeit von gerade mal 4 Monaten. Bei diesen Arbeiten wurden die Reste des mittelalterlichen Friedhofes um die Leonhardskiche beseitigt.

Nachkriegszeit

Am Ende des Krieges wurde der Bunker sehr schnell  von Prostituierten des sich rund um die Leonhardskirche sich entwickelnde Vergügungbetriebes genutzt. Sie nutzten die Bunkerräume sowohl für ihre gewerbliche Arbeit, als auch für ihre private Unterkunft. Der Militärregierung war dies ein Dorn im Auge und sie wollte diesen Zustand so rasch wie möglich beenden und verfügte die Räumung.Die Militärregierung wünschte, dass in dem Bunker ein Hotel eröffnet wird.Da die Frauen aber keine andere Unterkunft sich beschaffen konnten, zog sich die Räumung über mehrere Monate hin.  Nach der Räumung  im November 1946 des Leonhardsbunkes, wurde der Hotelbetrieb am 15. Dezember 1946 aufgenommen. Das Gebiet um die Leonhardskirche war weiterhin ein Schwerpunkt  der Prostitution in Stuttgart.

Der Dekan Lindner, zuständig für die Leonhardskirche, beschwerte sich regelmäßig jeden Montag beim Polizeirevier 1 über das unsittliche Treiben um den Leonhardsbunker. Die Revierführer hielten im eines Tages entgegen: Eine Streife hätten den 1.Stadtpfarrer mit seinem Auto um den Leonhardsplatz beobachtet wie er eine junge Prostituierte zu sich ins Auto gebeten hatte und davongefahren ist. Was könne er als Dekan zu dieser Situation sagen. Danach hörten die Beschwerden auf.

(Quelle: Rudi Rettenbacher, 1.Leiter des Dezernats für Prostitution)