Sonnenbunker, ein malerischer Name für einen unwirtlichen Ort. Dieser Name ist auf die Örtlichkeit gemünzt. In unmittelbarer Nachbarschaft war das Gasthaus "Zur Sonne". Die Kegelbahn mündete direkt an die Bunkerwand. An der urspünglichen Stelle stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde von Bad Cannstatt. Die Synagoge wurde in der Reichsprogromennacht 1938 angezündet. Das vorwiegend aus Holz erstellte Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.
1940/41 wurde der Bunker unter der Beteiligung von französischen Kriegsgefangenen erstellt. Ursprünglich sollte der Bunker doppelt so groß in einer Winkelkombination erstellt werden. Die zahlreiche Bunkerbautätigkeiten an anderen Baustellen ließ es nicht dazu kommen.
Nach dem Krieg wurde dieser Bunker wie fast alle Bunker als Wohnungsunterkunft genutzt. Der Zustand dieses Bauwerkes muss aber besonders schlecht gewesen sein, da er als erster Bunker vollständig geräumt wurde.
Am 14. Juli 1961 wurde auf dem Platz über dem Bunker ein Gedenkstein von Oberbürgermeister Arnulf Klett zum Gedenken an die Reichspromnacht enthüllt.