Bereits im Juli 1944 wurden nach den schweren Bombenangriffen im Marienplatzbunker (zum damaligen Zeitpunkt "Platz der SA") 500 Menschen untergebracht, deren Wohnungen ausgebombt waren. Sie lebten dort unter katastrophalen Zuständen, da sie im Bunker keinen Wasseranschluss hatten, da dieser durch einen Volltreffer beschädigt wurde. Es wurden dabei zwei Bunkerzellen beschädigt wobei 15 Menschen ums Leben kamen und 23 verletzt wurden. Der Bunker wurde umgehend wieder instandgesetzt und zur Unterbringung von ausgebombten Stuttgartern genutzt.
Nach dem Krieg betrieb die Caritas in diesem Bunker ein Hospiz mit 180 Betten und Lagern. Für 50 Pfennig konnte man darin ab 1948 für eine Nacht dort wohnen. Es war aber ausschließlich ein Durchgangswohnheim mit minimalstem Komfort. 1949 gab es 130 - 140 Übernachtungen täglich.
Noch heute sind die Schäden durch den Volltreffer an einer Wand durch einen Riß erkennbar. Der Bunker wird inzwischen von Musikgruppen als Probenräume genutzt.