Pressemitteilung: Der Schutzbauten Stuttgart e.V. macht zur FeuerbachNacht am 28. März 2026 ein außergewöhnliches Stück Zeitgeschichte zugänglich: Im Mittelpunkt steht ein original erhaltener Röhrenbunker – ein seltenes Beispiel für häuslichen Luftschutz aus der Zeit des Kalten Krieges.
Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, diesen besonderen Schutzraum aus nächster Nähe zu erleben. Die Enge, die originale Ausstattung und die funktionale Bauweise vermitteln eindrücklich, unter welchen Bedingungen sich Menschen im Ernstfall hätten schützen sollen. Der Röhrenbunker steht exemplarisch für die Spannungsfelder jener Zeit – zwischen technischer Planung, latenter Bedrohung und gelebtem Alltag.
Im Rahmen eines begleitenden Rundgangs werden sowohl die aus heutiger Sicht teilweise naiv wirkenden Vorstellungen zum Schutz vor atomarer Strahlung als auch die konkreten Vorbereitungen für konventionelle Kriegsszenarien thematisiert. Die Ausstellung ordnet diese Aspekte historisch ein und macht sie für ein heutiges Publikum greifbar.
„Der Röhrenbunker zeigt eindrücklich, wie ernst die Bedrohung im Kalten Krieg genommen wurde – und wie beengt und belastend diese Schutzräume gewesen wären. Mit unserer Sonderaktion zur FeuerbachNacht möchten wir Geschichte nicht nur zeigen, sondern erlebbar machen“,
erklärt Jochen Schmaus, 1. Vorsitzender des Schutzbauten Stuttgart e.V.
Die Ausstellung kann individuell und im eigenen Tempo besucht werden. Mitglieder des Vereins stehen vor Ort für Gespräche, Einordnungen und vertiefende Informationen zur Verfügung. Die Aufenthaltsdauer liegt – je nach Interesse – zwischen 45 und 120 Minuten.
Mit der Sonderaktion verfolgt der Schutzbauten Stuttgart e.V. das Ziel, nicht nur ein außergewöhnliches Bauwerk zu präsentieren, sondern auch das Bewusstsein für den historischen Kontext des Bevölkerungsschutzes sowie den Erhalt dieser Zeitzeugen nachhaltig zu stärken.