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Gliederung der Stuttgarter Flak




Die Flak um den Killesberg
Der auf der Höhe gelegene Bismarckturm  war ein Beobachtungsposten der Flak. Daneben waren Baracken für die Soldaten errichtet worden und in den umliegenden Häusern waren Kleider und Tankholz gelagert. Auf der Wiese beim Mühlbachhof, war eine Batterie von vier 8,8 - Flakgeschützen, die einen markerschütternden Krach machten, wenn sie bei Fliegerangriffen loslegten. Die Villa Wolf am Tazzelwurm war Kommandozentrale der Flak. Im Keller dieses Gebäudes war auch der Flakfunk untergebracht. Die  Kinder der Umgegend kamen in den letzten Kriegstagen überall hin. Niemand kümmerte sich um sie. In der Nachbarschaft wohnte eine attraktive Frau, die mit einem Major verheiratet war und zwei 9 und 6 Jahre alte Jungen hatte.  In ihrer Einsamkeit bot diese Mutter ihre Dienste dem ortsansässigen Militär an. Diese Dienste wurden auch mit Lebensmitteln aus der Speisekammer der Flak entlohnt. So konnte man auch eine Familie verhalten. Ihren Kindern war deshalb die Belegschaft der Kommandozentrale nicht unbekannt und konnten dort ungestört  herumstöbern. Im Keller, beim Flakfunk war es besonders interessant. Dort liefen die Meldungen über die Kriegslage ein. Die Ortsangaben waren verschlüsselt, aber mit Beziehungen kam man an eine Landkarte, auf der die Bezeichnungen eingetragen waren. Wenn die alliierten Tiefflieger über Stuttgart brummten und feuerten,hörte man im Flakfunk die Meldung: "Terror in Quelle Siegfried 4". Auch andere Meldungen kamen durch: "Panzerspitzen in Sersheim" war so eine aktuelle Meldung.
Oberst Kühne war Leiter der Flak in der Villa Wolf. Die Großmutter von Hans Wolfgang Flein (Flein Werkzeuge) trank mit ihm gerne mal ein Gläschen Sekt. Auf diese Weise konnte die Flakbatterie in Vaihingen, bei der Wolfgang Flein stationiert war, vor der Batterieführung von der Verlegung nach Auschwitz erfahren.